Letzte Lieder - ... und die Welt steht still ...

recherchiert und frei nach wahren Begebenheiten und tatsächlichen Begegnungen erzählt von Stefan Weiller

Konzertreihe
Konzertreihe

Autor Stefan Weiller führt seit 2010 Gespräche mit sterbenden Menschen im Hospiz zur Musik ihres Lebens.  Eine Frage lautet: „Welche Musik ist Ihnen kostbar und welche Erinnerung verbinden Sie damit?" Nach Motiven und wahren Begebenheiten schreibt Weiller berührende Texte für sein Buch Letzte Lieder und das Musiktheaterprojekt "und die Welt steht still - Letzte Lieder & Geschichten".  Im Zentrum der "Letzten Lieder" stehen die Fragen nach Sinn, Werten und Lebensqualität, die in jeder Lebensphase zu finden sind.

Buch
Buch



Variationen über Letzte Lieder

1. Letzte Lieder - das Buch

Stefan Weiller besucht Sterbende. Er spricht mit ihnen über das Leben, das Sterben – und über die Musik, die sie in ihrem Leben und an dessen Ende bewegt hat. Die Geschichten, die Weiller aufschreibt, und die Lieder, die er mit seinen Gesprächspartnern hört, sind so vielfältig wie unsere Gesellschaft. Sie zeugen von Lebensfreude, aber auch von der Angst vor dem Sterben – und offenbaren, dass die letzte Lebensphase nicht immer nur Trauer, Stille und Krankheit, sondern auch Humor, Zuversicht, Liebe und Menschlichkeit bedeutet. In seinem Buch "Letzte Lieder" stellt der Autor 77 Menschen am Lebensende und die Musik ihres Lebens vor.



2. "...und die Welt steht still - Letzte Lieder und Geschichten" - das große Konzerterlebnis

In den Aufführungen zwischen choreografiertem Konzert, Theater, Lesung und Video-Installation werden Geschichten und Lieder als musikalische Vermächtnisse versammelt. Die Programme tragen nie den Charakter einer Trauerfeier, sondern sind in vielen Passagen leicht und heiter, aber auch ernst und immer wahrhaftig. Trauer, Dankbarkeit, Angst, Humor, Zuversicht, Schmerz, Alltagserleben, Ausnahmezustände, Trost - "Letzte Lieder - Und die Welt steht still" vereint scheinbar widersprüchliche Gefühle und erzählt vom nahen Tod, aber die Konzerte feiern vor allem das Leben. Jeder Abend ist einzigartig und eine Premiere.



3. Letzte Liebeslieder - vom Lieben, Sterben, Weiterleben

Die Letzten Liebeslieder widmen sich ausschließlich Paaren, der Musik ihres Kennenlernens, ihrem Abschied und dem Weiterleben. Das aufwendige Musiktheatererlebnis mit dokumentarischem Kern ist in zwei Teile untergliedert.



4. Light - kammermusikalische Fassung der Letzten Lieder

Vier Künstler gestalten die kammermusikalische Fassung der Letzten Lieder, eine Essenz der großen Konzertreihe. 90 Minuten Programm mit bewegenden Geschichten und Musik aus Begegnungen mit Menschen im Hospiz aus ganz Deutschland.



5. Letzte Lieder Solo -  Zum Sterben schöne Musik und Lebensgeschichten aus dem Hospiz

Stefan Weiller erzählt in seinem "Solo" von Begegnungen mit Menschen im Hospiz. Statt einer klassischen Lesung hat der Autor ein unterhaltsam-anrührendes Programm geschaffen, das sich auf leichte, aber tiefgehende Weise den ganz großen Fragen widmet. Mit Humor, Tiefgang, Bildern, Video, viel Musik. Ohne großes Orchester. Und ohne falsches Pathos.



6. Wanderausstellung - Video- und Audio-Installation

Letzte Lieder zum Hören und Sehen. Die Ausstellung besteht aus Notenständern, auf denen Notenblätter und Videomonitore angebracht sind. Über Kopfhörer erzählen bekannte Stimmen beeindruckende Geschichten und Lieder, zu denen Videofilme entstanden sind. Die Ausstellung Letzte Lieder kann entliehen werden.



Christoph Maria Herbst liest eine der schönsten Geschichten der Letzten Lieder:



Die Vorbereitungen zu den "Letzten Liedern" begannen 2010. Die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, die davon erzählen, wie ihr Leben klingt und ausklingt, waren zwischen 27 und 96 Jahren alt. Zusätzlich besucht Weiller sterbende, schwerstkranke Kinder und Jugendliche und ihre Familien. Alle erwachsenen Menschen, die Autor Stefan Weiller zur Recherche getroffen hat, wussten zum Zeitpunkt des Gesprächs, dass sie in naher Zukunft sterben werden.


Fernsehbericht Hamburger Letzte Lieder

Fernsehbericht Berliner Letzte Lieder




Das Kunstwerk eignet sich, um Diskussionen zu existenziellen Fragen anzuregen. Wie wollen wir leben? Was bedeutet Lebensqualität in der letzten Lebensphase? Welche Werte sind wirklich wichtig?


Ausschnitte aus dem Kunstprojekt Letzte Lieder




Zwei Fragen:

1. Haben sterbende Menschen die Texte zu den Letzten Liedern geschrieben?

2. Handelt es sich bei den Texten um Originalzitate?

Stefan Weiller: "Alle Texte schreibe ich auf Grundlage von Gesprächen, die ich mit Menschen am Lebensende in Hospizen, Pflegeeinrichtungen oder in deren Zuhause führe.

Aus den Gesprächen, die ich mit Menschen für meine Werke führe, entstehen aufwendig recherchierte Musik-Theaterprojekte nach realen Begegnungen.

  • Ich war bei all diesen Menschen.
  • Ich war an all diesen Orten.
  • Ich habe mit all diesen Menschen gesprochen und ihre Geschichte anhören dürfen.

Aber ich schreibe die Texte immer nur als freie Nacherzählung und ich wähle die Schwerpunkte.

Wie in jedem Theaterstück und jedem Film sind die Dialoge und Aussagen in meinen Arbeiten das Werk eines Autors, der nach wahren Motiven und tatsächlichen Begebenheiten schreibt. Meine Texte sind von den Begegnungen inspiriert, aber beinhalten keine Originalzitate.

Die Botschaften, Betrachtungen und Gedankenimpulse der Menschen, die ich zum Gespräch treffe, sind wahrhaftig und wahrheitsgetreu; die Sprache, die ich für die Zusammenfassung der häufig sehr langen und intensiven Gespräche verwende, ist jedoch meine eigene, zweifellos von den jeweiligen Gesprächspartnern beeinflusste Sprache. Ich wähle für meine Aufführungstexte einen umgangssprachlichen und leicht fassbaren Stil.

 

Meine Werke weisen dokumentarische Bezüge auf, aber es handelt sich niemals um Dokumentationen, sondern um eigenständige Kunstwerke, die zur Aufführung gebracht und veröffentlicht werden sollen. Es gibt keine Aufzeichnungen und Mitschnitte aus den Interviews, direkte Mitschriften und Mikrophone hätten sich in den Begegnungen aus meiner Sicht verboten – und das wurde von den meisten meiner Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern auch so gewünscht: Name und persönliche Merkmale sollten vor der Öffentlichkeit geschützt bleiben. Trotzdem lasse ich Menschen sprechen und gebe ihnen eine typgerechte Stimme - ein Verfahren, das jeder Autor für Buch, Bühne und Film gleichermaßen anwendet."

 


Foto-Impressionen Hamburger Letzte Lieder

Fotos: Ralf Kopp, www.ralfkopp.biz

Foto-Impressionen Erstaufführung Frankfurt

Fotos: Ralf Kopp, www.ralfkopp.biz