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Letzte Lieder - das Buch

Es ist soweit: Das Buch "Letzte Lieder - Sterbende erzählen" ist im Handel erhältlich

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und auch online bei Hugendubel
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erhältlich in allen guten Buchläden oder Online-Shops.


Februar 2017

Letzte Liebeslieder - Uraufführung am 28.2.2017 mit  desn Schauspielern Lina Beckmann, Christoph Maria Herbst, Maria Schrader, Andreas Grötzinger, Birgitta Assheuer am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ein riesiger Erfolg! Link zu einem Bericht des NDR-Fernsehens

Die Letzten Liebeslieder im Deutschen Schauspielhaus sind verklungen – Zeit, danke zu sagen und auf diesen besonderen Musik-Theaterabend zurückzuschauen, der nicht intensiver hätte sein können. Über 1200 Menschen ließen sich auf die Liebesgeschichten und Liebeslieder vom Lebensende ein – und feierten ein großes Fest!
Die Reaktionen aus dem Publikum sind überwältigend! Vielen Dank für die ermutigenden Zuschriften. Besonderer Dank gilt dem Schauspielhaus Hamburg, das sich der Idee öffnete und mit einem großen Team diese Uraufführung zugunsten des Hospiz Hamburg Leuchtfeuer ermöglichte. Licht, Ton, Bühne, Atmosphäre waren ausgezeichnet. Statt einzelne Namen hervorzuheben, geht dieser Dank an das riesige Ensemble auf und hinter der Bühne. Viele Monate der Vorbereitung gingen dem Projekt voraus. Alles in allem haben mehr als 150 Menschen an diesem Abend mitgewirkt, viele Förderer haben das Erlebnis ermöglicht. Eine große Gemeinschaftsleistung für ein großes Gemeinschaftsgefühl.
Die vielen Besucherinnen und Besucher haben sich mutig eingelassen auf einen Abend zwischen Tränen und Lachen, lauten und stillen Momenten, Zuversicht und Trauer, Abschied und Neubeginn.
Es braucht Mut, sich so intensiv mit den Themen der Letzten Liebeslieder auseinanderzusetzten. Hamburg hat diesen Mut bewiesen – und damit das Tabu, das noch immer über den Themen Sterben und Trauer liegt, an diesem Abend aufgebrochen.
 
Die Letzten Liebeslieder waren nur in einem Theater möglich. Im Gegensatz zu den Letzten Liedern braucht dieses Projekt weitaus mehr technischen Aufwand, der in Kirchen nicht aufgebracht werden kann. Ob der Wunsch nach Wiederholung, der seit der Uraufführung zahlreich formuliert wurde, erfüllt werden kann, ist ungewiss. Falls auch Sie eine erneute Aufführung wünschen, tragen Sie diese Bitte direkt an das Schauspielhaus Hamburg heran: kontakt@schauspielhaus.de
Ob es gelingt? Das ist Zukunftsmusik. Umso wertvoller ist es, sich an die Musik der Vergangenheit zu erinnern - und an das Fest, das wir am 28.2.2017 feierten. Das Lebensfreude, die Musik, die Geschichten und Erinnerungen werden bleiben.
 
Die Vorbereitungen für den zweiten Teil der Letzten Liebeslieder, der sich der Trauer und dem Weiterleben widmen wird, laufen auf Hochtouren. Auf Facebook und vor allem auf der Projekthomepage werden Sie bald mehr erfahren.

Januar 2017

Große Auszeichnung: Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband verleiht Stefan Weiller den Ehrenpreis für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Damit würdigt der Verband Weillers Idee und Konzept des erfolgreichen Kunstprojekts "...und die Welt steht still... Letzte Lieder und Geschichten ". Preisverleihung am 18.1.2017 in Berlin. Frühere Preisträger waren u.a. Doris Dörrie, Bettina Tietjen, Arno Geiger, die ARD-Themenwoche "Leben mit dem Tod".

 

Eine tolle Anerkennung!

 

Die Laudatio: http://www.dhpv.de/id-2016/articles/laudatio-stefan-weiller.html


13. November 2016

"Gefüllt, wie bestenfalls an Heilig Abend", sagte Darmstadts OB anerkennend in den Grußworten zu den Letzten Liedern, die am 13.11. in der Ev. Stadtkirche zum zweiten und damit letzten Mal unter der Leitung von Stefan Weiller in Darmstadt gezeigt wurden.
Die Letzten Lieder leben nicht nur von dem glänzenden Ensemble, sondern auch von dem aufgeschlossenen Publikum, das sich gerne von den Wellen an Gefühlen tragen lässt. Starke Stimmen, starke Geschichten, eine Fußball-Hymne, Pop, Klassik, Barock, Euro-Disco - und am Schluss tanzten die Menschen in der Stadtkirche gemeinsam. Ein Lebensfest!

Eine Frau fragte am Ende: "Was soll ich jetzt mit dieser intensiven Erfahrung nur machen? Weniger Angst vor dem Sterben haben?"

Ein schönes Ziel wäre vielleicht, weniger Angst vor dem Leben zu haben.

Stefan Weiller, die (wunderbare) "Kern-Familie der Letzten Lieder" und die (grandiosen) Gastkünstler danken den (großartigen) Besucherinnen und Besuchern für stehende Ovationen.
Bye, Bye Darmstadt! Die Letzten Lieder gehen weiter und kommen 2017 nach Hamburg, München, Mühlacker, Lingen, Lübeck, Frankfurt am Main, Berlin,...

Allerheiligen 2016

Halten Sie kurz inne. Allerheiligen und Allerseelen sind für viele Menschen – gerade in katholischen Gegenden – große Feiertage und wichtige Gedenktage. Gräber werden geschmückt und an Allerheiligen werden Friedhöfe besucht, Lichter werden entzündet, im Stillen wird gedacht, geweint, gebetet, vielleicht gesungen. In Mexiko ist der „Día de los Muertos“, der „Tag der Toten“ ein buntes Lebensfest.

Fest steht: Jeder von uns muss mit Verlusten umgehen. Und Trauer kennt viele Formen. Für das Projekt Letzte Lieder haben sich allein in den vergangen zwölf Monaten 32 Menschen interviewen lassen. Ihre Lieder und Geschichten bleiben erhalten.

Während in manchen Regionen Tanzverbote zu Allerheiligen gelten, raten erstaunlich viele Interviewpartner der Letzten Lieder dazu, das Leben zu genießen – und zu tanzen. So auch eine Frau aus Hamburg, die ihrer trauernden Tochter zum Abschied ein Lied und eine Aufforderung mitgab: „Tanze, es ist dein Leben“!

 

Passt „Let’s twist again“ zu Allerheiligen? https://www.youtube.com/watch?v=KxQZQ86jJHg

 

Oder doch besser das Lacrimosa von Mozart? https://www.youtube.com/watch?v=mhYCaQkbkyw

 

Oder passt einfach nur Stille? https://www.youtube.com/watch?v=WGwRq9Dbk4k


Herbst 2016

Letzte Lieder als Gegenstand einer Abschlussarbeit der Musikhochschule Karlsruhe im Fachbereich Musikjournalismus. Film von Patrick Schütz.


August 2016

Stefan Weiller stellt die Letzten Lieder bei SWR1-Leute vor.

Sendung vom 29. August 2016 als Podcast zum Nachhören und Anschauen

(Klicken Sie einfach auf das entsprechende Wort und Sie werden zum SWR weitergeleitet.)



Juni 2016

"Ich nutze mein Recht auf Verdrängung und fühle mich durchaus wohl damit", sagte in dieser Woche sinngemäß ein alter Mann im Hospiz Darmstadt auf die Frage nach seinem Lebensgefühl.

Einer seiner zwei Liedwünsche: Das Hobellied

In den vergangenen sieben Tagen fanden drei neue Begegnungen in Hospizen für die Letzten Lieder statt. Die Reise geht weiter. Nächste Stationen: Kiel, Darmstadt (2016) und Hamburg (nur mit Paargeschichten, 2017). Weitere Orte in Vorbereitung.



Großer Erfolg in Esslingen

Rund 1100 Menschen erlebten am Freitag, 03.06.2016 die Letzten Lieder in Esslingen. Eine Reaktion aus dem Publikum beschreibt die Stimmung des Konzerts so:
" .....ich bin noch ganz erfüllt von und will gerne schreiben, wie inspirierend und schön der Abend [...] für mich war! Wunderschöne [Chor-]Sätze und Arrangements, durchsichtig, leicht und fein gestaltet, die unterschiedliche Ausnutzung des Raums, die herrlichen Stimmen und die Lilien und Akeleien am Ende, nach denen es nicht von ungefähr so still in der Kirche war!

Ich fand es sehr überraschend, dass beim Zuhören in Bezug auf die einzelnen Stücke alle Kategorien von " gefällt/ gefällt nicht" wegfielen und das Wahrnehmen von verschiedenen Musikstilen überhaupt keine Rolle spielten. Die Ohren und das Wertesystem waren einfach offen und gespannt. Ob Lied, Rocksong, Arie, jede Form war in sich so perfekt und berührend. Lag es an der Vielfalt, an den engagierten Musikern, oder daran, dass ich wusste: diese Musik hat einem Menschen in der Grenzsitutation seines Lebens etwas bedeutet?

Ich finde das Konzept des Abends genial und äußerst inspirierend! Starke Texte und ausdrucksstarke Interpreten! Eigene Lebensmusiken fangen an zu klingen [...]."

Vielen Dank für diese und viele weitere schöne Rückmeldungen, die uns nach dem Konzert erreichten!
Das Team der Letzten Lieder freut sich schon auf den nächsten Abend am 18.09.2016 in Kiel.

Mai 2016


Eine neue Begegnung im Hospiz: "Wählen Sie, wählen Sie", sagt der Mann im Hospiz und hält eine Liste mit 300 Liedern hin, die er gemeinsam mit seiner Frau bei Hochzeiten und anderen Familienfesten gesungen hat. Fast jedes Wochenende spielten sie woanders. Was hat man da nicht alles erlebt! Eine Sache fiel dem Mann über die Jahre hinweg auf: Die jungen Leute tanzen auf Festen nicht mehr so gerne - und wissen doch gar nicht, was ihnen dabei entgeht. Dafür tanzten ältere Menschen umso lieber. Und einmal kam deshalb sogar der Notarzt, weil Opa zu wild wurde. Egal welches Lied: Das Paar kennt alle Texte auswendig, und jetzt singen sie im Hospiz. Aber von den 300 Liedern gibt es ein bestimmtes, das ist vielleicht das schönste von allen: https://www.youtube.com/watch?v=B1j_vyQrWO4
Auch dazu lässt sich tanzen, am besten mit geschlossenen Augen und vielleicht sogar allein.



Mai, Interview im Hospiz Pforzheim: Die alte Dame ist unsicher: Ist nun "The Power Of Love" von Jennifer Rush das Lied ihres Lebens, weil es so federleicht wirkt, die 80er so unbeschwert waren und der Song einfach gut gesungen wurde? 

 

 

 

 

Oder sollte sie doch lieber "Von guten Mächsten wunderbar geborgen" wünschen, weil das in Zeiten der Not nötigen Halt gibt, Zuversicht und Tiefe besitzt?


Was ist das richtige Lied für die Letzten Lieder in Mühlacker 2017? Sie brauche noch ein paar Tage zum Nachdenken, dann will sie sich entscheiden.



April 2016

Eine neue Begegnung mit einem Mann in einem Hospiz in Baden-Württemberg. Die Ärzte sprechen von Tagen. Er füllt die verbleibende Zeit mit Liebgewonnenem: Menschen, Büchern und Musik. Der Mann, der in Iran geboren wurde, seit Jahren in Deutschland lebt und J.S. Bach ebenso liebt, wie den Sufi-Mystiker Rumi, mag zwischen Sprache und Musik nicht trennen. Und er trennt nicht zwischen Religionen oder Herkunft.
In einer Station der Begegnung zieht der Mann einen Rumi-Gedichtband hervor und liest:

„Fiel je ein Korn in die Erde,
das sich nicht köstlich entfaltet?
Glaubst du denn, dass sich das Korn des Menschen anders gestaltet?
[...]
Schließe den Mund jetzt im Diesseits,
öffne im Jenseits ihn wieder,
dass in der Welt, da kein Ort ist –
ewig ertönen die Lieder.“

Ein wundervolle Begegnung und eine Entdeckungsreise durch die Poesie von Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī. Informationen auf Wikipedia.


März 2016

Wer meint, im Hospiz müsse es getragen und gedämpft zugehen, wird sich über den heute gesammelten Musikwunsch aus dem Hospiz Esslingen wundern: School's out - Alice Cooper
Eine Herausforderung für das Projekt. Aber auch eine Bereicherung! Und ein bisschen Rock und Punk haben noch niemandem geschadet, sondern eine Generation geprägt, die nun mit ihrer Musik auch in Hospize einzieht. Hoffen wir, dass es gelingt, diesen besonderen Wunsch bei der Aufführung im Juni zu erfüllen.



März 2016

Was gehört in einen Schwäbischen Kartoffelsalat? Und was auf keinen Fall? Das Geheimnis wird bei den Esslinger Letzten Liedern gelüftet. Das Lied zum Kartoffelsalat? Dire Straits, Sultans of Swing - gewünscht von einem Mann im Hospiz, der früher Koch war und so vom Geschmack der Vergangenheit schwärmen kann, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. 



Februar 2016

Harmonie und Aussöhnung am Lebensende ist immer wieder ein Thema bei den Letzten Lieder. Hier die Beschreibung einer Begegnung aus dem Jahr 2015. Eine Frau erzählte vom Verhältnis zu ihrem Vater. Und wünscht sich am Ende ein Lied, das ihr Vater sicher gehasst hätte.

Musik habe in ihrem Leben etwas ausgelöst. Etwas Dunkles, Abgründiges. Als Kind eines Sängers sei sie mit klassischen Liedern aufgewachsen. Der Vater habe Lieblingslieder gehabt, die er sang, wenn es ihm gut ging. Gut sei es ihm meist auf Kosten anderer gegangen; etwa auf Kosten der Mutter, die er schlug; auf Kosten der Kinder, denen er Schläge androhte. In einer Nacht sei etwas geschehen, das sie andeuten, aber nicht näher beschreiben will; etwas, das ihr Leben auf ewig verändert habe. Eine ihrer Lebensaufgaben sei gewesen, den Vater, sein Bild, seine Stimme, seine Hand zu vergessen. Nach außen humanistisch gebildet und kultiviert, nach innen ein Tyrann. Ihre Rebellion, ihre Befreiung verlangte nach einem anderen Klang, manchmal nur nach lautem Geräusch, Krach, nach Wut. Sie lernte zu lieben, was ihr Vater hasste.
Stimmen rein und klar sind ihr ein Graus, ein Sinnbild für Verlogenheit. Sie vertraut dem gebrochenen Klang von Menschen, die etwas erlebt hätten, was sich auf Stimme und Gemüt zu legen schien. Darin findet sie Trost. Joe Cocker, Janis Joplin, Amy Winehouse, Nazareth, AC/DC. Sie wisse nicht, ob das freundliche Menschen gewesen seien, aber ihre Musik behauptete nicht den Wohlklang, der aus ihres Vaters Kehle kam.
Was der Vater nicht mochte, war gut.
Vergessen ließe sich die Vergangenheit nicht, nicht einmal im Hospiz, nicht einmal jetzt. "Scheiß auf Harmonie", sagt sie.
Sie habe einen Wunsch, dass man sich weder jetzt, noch da drüben begegne. Dann lieber Janis Joplin, die sie ohnehin schon immer mal treffen wollte.
(aufgeschrieben von Stefan Weiller im Herbst 2015)

 


Januar 2016

2016 stehen viele neue Aufführungen auf dem Programm: Ettlingen, Esslingen, Bremen, Kiel, Darmstadt. Außerdem ist eine Buchveröffentlichung geplant. Ein neues Video steht ab sofort auf Youtube bereit: Astronaut


Dezember 2015

Bildnachlese der Entstehung der Letzten Lieder in Berlin, Fotos: Hanna Bierprigl


November 2015

15.11.2015 - Die Aschaffenburger Letzten Lieder sind verklungen. Es begann mit einer Schweigeminute für die Opfer des Terrors in Paris. Dann folgten zwei tief bewegende Stunden mit Liedern und Geschichten jener Menschen, die ihr musikalisches Vermächtnis in dieses Projekt hineingaben, damit andere Menschen zuhören, nachdenken, verstehen. Das Projekt spürte großen Fragen des Menschseins nach und feierte – auch im Angesicht von Anfechtung und Tod – das Leben in Gemeinschaft, Freiheit, Zuversicht und Respekt. Die Christuskirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Es wurde geweint, gelacht, geschwiegen und nach der Aufführung intensiv mit einander gesprochen.
Eine Text-Passage aus den Letzten Liedern soll besonders hervorgehoben werden; sie lehnt sich an ein Gespräch mit einem Mann im Hospiz an, der vor einiger Zeit zum Interview geladen hat: „Ich frage mich, welches Lied ich der Welt von morgen wünschen könnte?“ Die Antwort:

 Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden,

Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt,

Hast du mein Herz zu warmer Lieb' entzunden,

Hast mich in eine beßre Welt entrückt!

 

Oft hat ein Seufzer, deiner Harf' entflossen,

Ein süßer, heiliger Akkord von dir

Den Himmel beßrer Zeiten mir erschlossen,

Du holde Kunst, ich danke dir dafür!


November 2015

Darum sollten Sie sich die Aschaffenburger Letzten Lieder am Samstag nicht entgehen lassen: Am Projekt beteiligten sich erstmals vor allem Menschen, die ihre letzte Lebenszeit zuhause verbrachten. Dabei wurden sie und ihre Familien vom Team der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung Bayrischer Untermain (SAPV) unterstützt und begleitet. Anders als bei den meisten Begegnungen im Hospiz wurden die erzählten Lieder und Geschichten mit vielen Gegenständen und Dingen verknüpft: Souvenirs, Fotoalben, gesammelte Steine von Wanderungen, große Möbelstücke mit Vergangenheit. Im Hospiz haben viele Menschen den größten Teil der Gegenstände in ihrer alten Wohnung zurückgelassen. Auch war der Charakter der Interviews für die Aschaffenburger Letzten Lieder sehr von den Familienmitgliedern geprägt, die am Gespräch teilnahmen. Damit nimmt die Aschaffenburger Aufführung am Samstag, 14.11.2015 einen neuen, spannenden Charakter an. Wie erleben Menschen den letzten Weg daheim? Was sind ihre Lieder? Das Projekt wird aber auch weiterhin von Menschen im Hospiz erzählen und damit aufzeigen, dass es viele Wege gibt, die letzte Lebensphase in guter Begleitung zu gestalten. Neue Lieder gibt es auch: The Rose, Je suis Alsacienne, Du bist für mich die große Liebe, Ave Maria,… Erleben Sie die Aschaffenburger Letzten Lieder. Informationen zum Veranstalter: http://www.sapv-bu.de/


April 2015


März 2015

Gelingt es, die Letzten Lieder im Jahr 2016 nach Aachen und Kiel zu tragen? Die Anfragen aus diesen beiden Städten liegen vor, nun werden die Möglichkeiten geprüft. Auch Hamburg und Frankfurt überlegen eine Neufassung der Letzten Lieder für 2016.


Februar 2015

Alleine in dieser Woche: fünf neue Interviews mit Menschen, die im Hospiz leben, oder ambulant von einem Hospizdienst begleitet werden. Darunter sogar zwei Seeleute, von denen einer sich ausdrücklich KEIN Seemannslied wünscht, weil: „Die machen doch nur traurig. Und das will doch keiner.“ Ein Wunsch einer Dame ist live wahrscheinlich kaum zu erfüllen: Bolero von Ravel! Zart am Anfang, tänzerisch und beschwingt in der Mitte, ekstatisch kurz vor Schluss und fast erschreckend wuchtig am Ende. Vielleicht so wie manches Leben? Weil bei den Letzten Liedern in Ettlingen 2016 vermutlich kein ganz großes Orchester dabei sein wird (oder kennen Sie, liebe Facebook-Freunde, ein Orchester und können es ehrenamtlich einbringen?), soll der Wunsch jetzt schon mit Hilfe von Facebook und Youtube erfüllt werden: https://www.youtube.com/watch?v=3KgpEru9lhw


Februar 2015

Lucia Aran
Lucia Aran

Wundervoll: Tänzerin Lucia Aran wird bei den Letzten Liedern in Seligenstadt tanzen! Am 10. Mai 2015 um 19 Uhr in der Kirche St. Marien. Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Hospizgruppe Seligenstadt.


Februar 2015

Passen Sie noch in Ihr Hochzeitskleid? Die Frau, deren Geschichte bei den Aschaffenburger Letzten Liedern zu hören sein wird, staunt: Ihr Kleid passt wieder – wenn auch aus anderen Gründen. Das Kleid ist eine Erinnerung an damals, an diesen besonderen Tag mit diesem besonderen Lied, das am 14.11.2015 zu hören sein wird – als Symbol für das Vertrauen und die Liebe, die weiter trägt.


Februar 2015

„Glück ist für das Leben vielleicht keine wirklich gute Kategorie – zu flüchtig, zu unklar. Was zählt ist die Zufriedenheit, die Dinge so annehmen zu können, wie sie sich darstellen. Und am Ende sagen zu können, ‚es ist gut‘, das ist das Wichtigste.“ Aus der Begegnung mit einer Frau, die für die Letzten Lieder in Aschaffenburg von der Musik ihres Lebens erzählte. Ein Lied von Marianne Rosenberg spielte im Gespräch eine besondere Rolle. Trotzdem: Bei der Veranstaltung soll, so der Wunsch der Frau, ganz andere Musik klingen.
Die Aschaffenburger Letzten Lieder werden am 14.11.2015 zu erleben sein. Veranstalter: Hospiz- und Palliativ-Team Bayerischer Untermain.


Januar 2015

Neuer Beitrag auf Youtube-Kanal


Jahreswechsel 2014 /15

Im Dezember 2014 traf ein Anruf aus dem Elisabethenhospiz Darmstadt ein: „Hier ist ein Mann, der sein Lied für das Projekt vorsingen will.“ Herr P. (84) zog vor einigen Wochen ins Hospiz und hat von den Letzten Liedern in der Zeitung gelesen. Vor Jahren textete er ein Lied auf das Leben und ersann dazu eine Melodie.
Zu jedem Geburtstag brachte er den Menschen seines Umfelds ein Ständchen. Da er keine Noten schreiben kann, sang er sein Lied bei der Begegnung im Hospiz in ein Telefon.

Er wünscht sich, dass sein Lied länger klingt, als er es singen kann.
Und er wünscht sich, dass es im Projekt „Letzte Lieder“ einen Platz findet.

Es darf, so sagte er, allen Hörern zum Geschenk veröffentlicht werden: https://www.youtube.com/watch?v=djok2K2vj6g


Dezember 2014. Begegnung mit einer 73-jährigen Frau im Hospiz in Frankfurt: Welche Musik soll es werden? Elvis „Love me tender“, Louis Armstrong „Wonderful world“, oder der Gefangenenchor aus Nabucco? Nach einigem Überlegen hat die Frau ihre Wahl getroffen: „Der Gefangenenchor, weil Freiheit vielleicht das Wichtigste im Leben ist.“ Die ganze Geschichte gibt es am 11.1.2015 um 17 Uhr im Dominikanerkloster bei den Frankfurter Letzten Liedern zu hören. Die Herausforderung für das Konzert: Wie bekommt man (ohne Geld) einen guten Chor der notwendigen Größe zusammen? 


Hessische Letzte Lieder

November 2014

Am Sonntag, 23.11.2014 sind um 17 Uhr in der Stadtkirche Darmstadt die ersten von drei Aufführungen der "Hessischen Letzten Lieder" zu hören. Projektinitiator Stefan Weiller hat über Monate hinweg in Seligenstadt, Frankfurt und Darmstadt Interviews mit Menschen in der letzten Lebensphase geführt und ihre Lebenslieder und Geschichten gesammelt. Mit dabei: typisch hessische Wünsche wie etwa die "Seligenstädter Fastnachtshymne", der "Frau Rauscher aus der Klappergass" und einem Handkäs' Rezept natürlich mit "Musik".
Die Darmstädter Aufführung macht den Anfang. Am 11. Januar 2015 folgen im Dominikanerkloster die Frankfurter Letzten Lieder, am 10. Mai endet die musikalische Hessenreise vorerst mit den Seligenstädter Letzten Liedern. Und natürlich ist jede Aufführung etwas anders und speziell mit der jeweiligen Stadt verbunden.


Mit den Letzten Liedern gelingt es, Berührungsängste zu einem existenziellen Thema abzubauen - und das Leben zu feiern.