Was ist Ihr liebster Klang?

Setzen Sie die unten stehende Auflistung liebster Klänge fort, die in einem Hospiz in Frankfurt begonnen wurde. Schreiben Sie Ihren liebsten Klang, das liebste Geräusch an folgende E-Mail-Adresse:

info @ stefan-weiller.de

Ihr Beitrag wird - wenn Sie es wünschen und erlauben auch mit Ihrem Namen - auf dieser Seite erscheinen und vielleicht in eine der nächsten Aufführungen integriert.

 


Der Ursprung der Auflistung - Besuch bei einem Mann im Hospiz

Der Bildschirm des Laptops zeigt eine Partie Solitär. Auf einem Beistelltisch liegen ein CD-Spieler und eine geöffnete CD-Hülle, Grönemeyer, „Der Weg“. Aus einer Schublade zieht der Mann einen Zettel hervor und liest seine Auflistung vor, die weniger Punkte enthält, als ihm schließlich im Gespräch einfallen.

Die Liste

Das Meer gleich hinter der Düne. Die Kinder am Strand, als sie klein waren. Das Knattern von Motorrädern. Das Ploppen des Weinkorkens unserer Lieblingssorte. Ihr Gesang, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. Das Knistern der Zigarette in der Nacht. Das Herzklopfen im Ohr vor dem ersten „Ich liebe dich“. Luftpolsterfolie um die Wette zerdrückt. Die Katze auf dem Schoß. Das Blubbern der Kaffeemaschine am Sonntagmorgen. Das Rascheln von Kastanien, wenn sie im Herbst stufenweise von Blatt zu Blatt fallen. Das dumpfe Krachen beim Biss in einen Apfel, nicht aber das schabende Geräusch bei den harten, grünen Sorten. Die Mechanik der alten Uhr beim Aufziehen. Die Geräuschkulisse im Straßencafé. Das Holz im Ofen. Das Prasseln bestimmter Feuerwerkskörper in der Silvesternacht. Ein Wasserfall in den Bergen. Frischer Schnee. Sommerregen auf dem Gartentisch.

Und immer wieder das Meer...


Beitrag vom 22. Februar 2016,  eingereicht von A. K. per E-Mail:

Das Zwitschern der Waldvögel zum Geplätscher des kleinen Baches in unserer Nähe.


Beitrag vom 12. November 2016,  eingereicht per E-Mail:

Das laute, unbeschwerte Lachen-ja fast Glucksen meines Jungen im Schlaf. Ich kann es fühlen, es lässt mich Lächeln und Glücklichsein!


Beitrag vom 17. September 2016,  eingereicht per E-Mail:

Ein kleines Motorflugzeug vor dem blauen Himmel eines windstillen Sommertages.


Beitrag vom 23. Juli 2016, anonym eingereicht über das Kontaktformular:

Das Prickeln kleiner Muschelschalen unter den Füßen im Sand.


Beitrag vom 27. Juni 2016, anonym eingereicht über das Kontaktformular:

 Der Klicken und Drehen ihres Schlüssels im Türschloss zu unserer Wohnung. Das Geräusch, das sagt, sie kommt nach Hause.


Beitrag vom 29. Mai 2016, eingereicht von Monika Lang über das Kontaktformular:

 Mein Mann litt unter schweren Depressionen und hat seinem Körper entsprechend mit Alkohol und Nikotin zugesetzt. Bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2012 traten "Unheilig" mit zum ersten Mal ihrem Titel "So wie Du warst" auf. Ich habe das Lied gehört und dachte: "Das ist es".

Einige Wochen später präsentierten Unheliig den Song im Vorprogramm zum ESC - mein Mann sah und hörte da das Lied zum ersten Mal und kommentierte es mit den Worten: "Das ist es."

Mein Mann starb knapp zwei Monate später.

"So wie Du warst" begleitete ihn neben einem Stück aus Bachs h-moll Messe auf seinem letzten Weg.

Jedes Wort in dem Song trifft zu und es bedeutet mir viel, dass mein Mann dies ebenso empfunden hat.


Beitrag vom 6. April 2016, eingereicht von Christiane Hottelet über das Kontaktformular:

Der Klang von kräftigem Wind im Spiel mit dem Laub von Pappeln. Eine Kindheitserinnerung die mir noch heute Geborgenheit und Seelenfrieden beschert.


Beitrag vom 28. August 2015, eingereicht über das Kontaktformular:

Die Vögel in meinem Garten. Besonders am frühen Morgen, oder die Tagesgeschichten der Singdrossel erzählt auf der Baumspitze am Abend. Im Urlaub hatten wir das Glück, in der Dunkelheit der Nachtigall lauschen zu können.


Beitrag vom 2. April 2015, eingereicht über das Kontaktformular:

Die Füßchen meines Enkels auf den Badezimmerfließen. Das Platschen und Glucksen, wenn er in der Badewanne spielt.


Beitrag von einem ehemals obdachlosen Mann, März 2015 :

Das Brutzeln eines Sonntagsbratens im eigenen Herd.

Die Geschichte zum Nachhören aus Youtube


Beitrag vom 28.03.2015, eingereicht über das Kontaktformular:

Sein leises Schnarchen in der Nacht. Der gleichmäßige Gang seines Atems.


Beitrag vom 13.01.2015, eingereicht über das Kontaktformular:

Der weiche Klang meiner Lieblingsklangschale - im Verebben noch zu hören, wenn alles schon ganz still ist. Um mich herum und in mir. Das Gefühl von Geborgenheit und Getragenwerden vom Klang - so schön....


Beitrag vom 10.01.2015, eingereicht über das Kontaktformular:

Der Klang der Stimmen meiner beiden Kinder und meiner drei Enkelkinder, wenn ich sie in der Hörmuschel meines Telefons hören darf, weil sie mir ein wenig ihrer Zeit schenken können. Mein Herz hüpft vor Freude.


Beitrag vom 25.11.2013, eingereicht über das Kontaktformular:

Der erste Freibadbesuch der Saison. Wasser spritzt. Die Luft schon warm, das Wasser kalt, wirklich noch atemberaubend bei den ersten Schwimmzügen. Das Gluckern vom Überlauf. Eine leichte Brise Sonnenöl, eine Ahnung von Sommer.


Beitrag vom 15.11.2013, eingereicht über das Kontaktformular:

Die Schritte im frischgefallenen Schnee in der Weihnachtsnacht, wenn ich mit Eltern und Geschwistern zu Fuß in die eine Stunde entfernte Kirche zur Mitternachtsmette ging - schweigend und in stiller Freude über die "vom Christkind" geschenkte Mütze-Schal-Kombination!


Beitrag vom 24.10.2013, eingereicht von Gudrun Schöning:

Der Klang seiner Stimme, die letzten Worte meines geliebten Mannes, bevor er so plötzlich von Krankheit gezeichnet von mir ging, er geht mir nicht aus dem Kopf, es ist für mich eine bleibende Erinnerung...


Beitrag vom 27.9.2013, eingereicht über das Kontaktformular:

Die Kirchenglocken, die in meinem bayerischen Heimatdorf so feierlich zum Gottesdienst rufen.


Beitrag vom 23.9.2013, eingereicht über das Kontaktformular:

Das Klappern seiner Lederabsätze, die er extra laut aufsetzt, wenn er nach Hause kommt.


Und was ist Ihr liebster Klang?

Ergänzen Sie die Auflistung um Ihren liebsten Klang ...

Schreiben Sie in das Kontaktformular, welchen Klang Sie besonders lieben und was Sie dabei empfinden, oder warum er Ihnen so viel bedeutet.

Und geben Sie an, ob der Beitrag auf dieser Seite veröffentlicht werden darf.

Soll der Beitrag mit Ihrem Namen veröffentlicht werden?

 

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag zu diesem entstehenden Klang-Archiv.

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